Mit Erasmus+ ins Ausland

Mittlerweile sind unsere ersten beiden Berufsschülerinnen wieder im Lande, die ein selbstorganisiertes, zweiwöchiges Betriebspraktikum im Ausland absolviert haben.

 

Wer beim Lesen der folgenden Berichte neugierig wird: Über Erasmus+ kann finanzielle Unterstützung angefordert werden, die Lehrerinnen Frau Splißenbach und Frau Eilers helfen bei der Realisierung.

 

Beginnen wir mit dem Bericht von Sevdenur Tufan, die ihr Praktikum in Barcelona machte:

 

Spanien-Praktikum

 

Im Juli habe ich ein zweiwöchiges Praktikum in Barcelona absolviert. Ermöglicht wurde mir dieses Praktikum durch das Erasmus+-Programm. Es handelt sich um ein selbstorganisiertes Praktikum. Das bedeutet, einen Betrieb finden, sich bewerben, eine Unterkunft finden und den Flug buchen. Der Flug und die Unterkunft wurden von den Erasmus+-Geldern bezahlt.

 

Als ich gehört habe, dass unsere Schule diese Möglichkeit anbietet, wusste ich sofort, dass ich diese Chance nutzen möchte. Ich mache derzeit eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der Esbelt GmbH in Neuss. Wir stellen Transportbänder her. Da sich der Hauptsitz meines Ausbildungsbetriebes in Barcelona befindet, war es für mich nicht nötig einen Betrieb zu suchen und mich zu bewerben. Was die Unterkunft betrifft, hatte ich auch Glück, da mir der Betrieb in Spanien ein Apartment entgeltlich zur Verfügung gestellt hat.

 

Es war sehr interessant, in einem anderen Land, in dem andere Menschen Urlaub machen, zu arbeiten. Obwohl es derselbe Betrieb war wie zuhause, gab es doch einige Unterschiede. Da es das Hauptwerk ist, wird beispielsweise nicht nur national geliefert wie in Deutschland, sondern international. Somit hatte ich einen Einblick in einige Arbeitsschritte, die ich in Deutschland nicht hatte. Durch diese Erfahrung konnte ich außerdem vieles besser nachvollziehen.

 

Auch die Arbeitszeiten sind anders als in Deutschland. Die Spanier sind sehr gemütliche Menschen und die Mittagspause geht dementsprechend gerne mal bis zu 2 Stunden. Jedoch ist der Arbeitstag dadurch auch länger. Die Menschen sind dadurch abends noch aktiv und essen viel später zu Abend als es hier üblich ist. Sogar unter der Woche gibt es in Barcelona ein Nachtleben.

 

Die Spanier waren sehr gastfreundlich und zuvorkommend. Die Dame, die für mich während des Praktikums zuständig war, hat mich sogar in ihre Familie eingebunden. Ich bin nur herzlichen Menschen begegnet.

 

Die Freizeit ist auch nicht zu kurz gekommen. Ich konnte sehr viel von Barcelona sehen und habe von meinen Kollegen auch Insidertipps bekommen. Einige von ihnen sind sogar mit mir ausgegangen und haben mir die Stadt gezeigt und ein wenig über die Geschichte Spaniens erzählt. Es ist ganz anders eine Stadt als Tourist zu sehen oder mit einem Einheimischen an der Seite. Ich hätte gedacht, dass ich mich in diesen zwei Wochen alleine fühlen werde, dem war aber nicht so. Im Gegenteil: Ich kann sagen, ich bin dadurch selbstständiger geworden. Ich bin sehr positiv überrascht von dieser Erfahrung und kann sagen, dass dieser Aufenthalt besser war, als ich mir erhofft habe.

 

Ich würde es jedem ans Herz legen, diese Möglichkeit zu nutzen, um internationale Berufserfahrung und eine Erfahrung fürs Leben zu sammeln

 

Eure

 

Sevdenur Tufan

 


Auslandspraktikum bei World of Birds

 

Im Rahmen des Erasmus-Projektes hatte ich die Möglichkeit ein selbstorganisiertes Praktikum im Ausland zu absolvieren.

 

Da ich mich im Privatleben leidenschaftlich mit Ornithologie beschäftige, war mir bei der Suche des Betriebes direkt klar, was ich gerne machen würde, sodass ich mich dazu entschied, mein Praktikum bei der World of Birds Foundation in den Niederlanden zu absolvieren.

 

Die World of Birds Foundation ist eine Organisation, die Haustiervögel aus schlechten Verhältnissen aufnimmt und rettet. Viele der Vögel werden von Besitzern abgegeben, die sich entweder nicht mehr um die Vögel kümmern können oder den Arbeitsaufwand eines Haustiervogels unterschätzt haben. Dementsprechend nennen ca. 2000 Vögel die World of Birds Foundation ihr Zuhause, hauptsächlich darunter verschiedenste Papageienarten von Aras bis Amazonen, Kakadus und Loris. Aber auch andere Vogelarten leben in der Organisation sowie Greifvögel aus der ganzen Welt, Singvögel und Nashornvögel. Außerdem hat die World of Birds Foundation ein eigenes Zuchtprogramm für Vögel, das sich sowohl auf gewöhnliche, als auch seltene Vogelarten spezialisiert, um den illegalen Handel und das Einfangen von Wildvögeln zu verhindern.

 

Zu meinen Aufgaben im Praktikum gehörte hauptsächlich das Übertragen von Daten aus dem hauseigenen System in das neue System „Zims“, einem ERP-System für Zoos aus der ganzen Welt. Dazu sollte ich außerdem Informationen zu den Vögeln aus der World of Birds Foundation in das System eintragen. Dazu gehörten Daten, wie der Name der Spezies, die Ringnummern, besondere Merkmale und Namen der Vögel. Auch die Herkunft der Vögel, ob der Vogel aus beispielsweise einem Zoo ausgeliehen wurde, der Status des Zuchtprogrammes des Vogels und die medizinischen Details wurden mit in das Programm aufgenommen. Durch meine in der Schule erlernten Vorkenntnisse in Excel war ich in der Lage, diese Aufgaben schnell und effizient zu erledigen.

 

Eine weitere Aufgabe war das Überwachen von Veränderungen in den Volieren. Wurde ein Vogel von Voliere 1 in Voliere 2 gebracht, so musste dies ins System eingetragen werden. Außerdem mussten die Hinweisschilder an den Volieren mit dem Namen der Spezies sowie der Ernährung aktualisiert werden. Da bei jeder Spezies die Ernährung unterschiedlich ausfiel, und viele Volieren gemischte Vogelarten aufwiesen, musste man genau errechnen, wie viel Gramm von welchem Futtermittel verfüttert werden musste.

 

Für einige Futterarten mussten Listen geführt werden, bei denen protokolliert werden musste, wie viel vom Vortag nicht gefressen wurde, und wie viel für den neuen Tag herausgegeben musste. So gab es bei den Greifvögeln Sonderregelungen, bei denen die Vögel an einigen Tagen fasten mussten. Andere Vögel bekamen dafür 3-mal täglich neues Futter.

 

Insgesamt war das Praktikum bei World of Birds ein voller Erfolg, es hat unheimlich viel Spaß gemacht und ich habe sehr viel lernen können. Das neue System, mit dem gearbeitet wird, war sehr einfach zu verstehen und die Arbeit damit sehr angenehm. Gerne hätte ich ein noch längeres Praktikum bei World of Birds absolviert. 

 



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